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"So gründen Sie einen Selbstverlag"
von Heike Thormann
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Viele Autoren sind glücklich, wenn sie ihr Buch bei einem etablierten „klassischen Verlag“ unterbringen. Andere Autoren schätzen die immer zahlreicher werdenden Buchdienstleister (Print-on-Demand-Anbieter, Selfpublishing-Anbieter) und „Bezahl-Verlage“ mit mehr oder weniger ausgeprägten Serviceleistungen. Doch hin und wieder gibt es auch einige Paradiesvögel, die sich in das Abenteuer Selbstverlag stürzen. Neben höheren Gewinnen lockt hier vor allem die totale Freiheit. Lesen Sie, wie's geht.
Nicht jeder, der ein Buch schreibt, braucht einen eigenen Verlag. Das wäre so, als ob Sie mit Kanonen auf Spatzen schießen wollen würden.
Autoren, die bei „richtigen Verlagen“ unter Vertrag sind, brauchen keinen eigenen Verlag. Hobby-Autoren, die nur ihr privates Umfeld mit ihren Büchern beglücken wollen, brauchen keinen eigenen Verlag. Wenn Sie nur wenige Bücher veröffentlichen wollen, brauchen Sie keinen eigenen Verlag. (Hier würde ich mit meinem zuständigen Finanzamt sprechen, wann Sie noch Freiberufler und wann Gewerbe sind.) Und wenn Sie, wie ich es früher tat, zum Beispiel als Trainerin Ihre Kursunterlagen an Ihre Seminarteilnehmer verkaufen wollen, brauchen Sie ebenfalls keinen eigenen Verlag.
Zudem gibt es eine wachsende Zahl von Dienstleistern, die Ihnen nicht nur den Druck Ihrer Bücher abnehmen, sondern mehr oder weniger auch die Funktion eines Verlags übernehmen. Sie unterscheiden sich allenfalls darin, welche Leistungen sie Ihnen – gegebenenfalls gegen Aufpreis – bieten. Manche beschränken sich zum Beispiel eher auf die Herstellung, andere beinhalten ein Komplettangebot bis zu diversen Verkaufs- und Marketingmöglichkeiten (Print-on-Demand-Anbieter, Selfpublishing-Anbieter, „Bezahl-Verlage“, „Zuschuss-Verlage“).
Auch ist Verlag nicht gleich Verlag. Hier soll es in erster Linie um den sogenannten Selbstverlag gehen. Das ist ein Verlag, mit dem Sie ausschließlich Ihre eigenen Bücher verlegen. Daraus kann dann allerdings schnell ein sogenannter Eigenverlag oder Kleinverlag werden, mit dem Sie auch die Bücher anderer Autoren verlegen können. Und irgendwann sind Sie vielleicht bei einem regelrechten (Mini-)Verlag, mit dem Sie Ihr tägliches Brot verdienen. Die Übergänge sind genauso fließend wie die Bezeichnungen.
Im Unterschied zum „richtigen“, „klassischen“ Verlag müssen Sie allerdings sowohl beim Selbstverlag wie auch bei den erwähnten Buch- und Verlagsdienstleistern viele Aufgaben selbst übernehmen oder andere dafür bezahlen, dass sie das tun.
Das kostet Zeit. (Auch externe Auftragnehmer wollen „gesteuert“ werden.) Das geht ins Geld. Das erfordert Kenntnisse, die nicht jeder hat. Und es belastet Sie mit Aufgaben, die gerade für viele Autoren ein rotes Tuch sind :-) – von der Buchführung bis zum Verkauf.
Zudem gibt es für alle Selbstverleger ein klassisches Nadelöhr – den besagten Verkauf. Denn nur wenige verfügen über die Vertriebsstrukturen etablierter „richtiger“ Verlage.
Deshalb ist ein Selbstverlag am ehesten dann sinnvoll, wenn Sie Zugriff auf Ihre Zielgruppe haben oder bekommen können. Also auf die Leute, die Ihre Bücher lesen – und kaufen – sollen.
1. Prüfen Sie: Ist ein Selbstverlag für Sie sinnvoll?
Nicht jeder, der ein Buch schreibt, braucht einen eigenen Verlag. Das wäre so, als ob Sie mit Kanonen auf Spatzen schießen wollen würden.
Autoren, die bei „richtigen Verlagen“ unter Vertrag sind, brauchen keinen eigenen Verlag. Hobby-Autoren, die nur ihr privates Umfeld mit ihren Büchern beglücken wollen, brauchen keinen eigenen Verlag. Wenn Sie nur wenige Bücher veröffentlichen wollen, brauchen Sie keinen eigenen Verlag. (Hier würde ich mit meinem zuständigen Finanzamt sprechen, wann Sie noch Freiberufler und wann Gewerbe sind.) Und wenn Sie, wie ich es früher tat, zum Beispiel als Trainerin Ihre Kursunterlagen an Ihre Seminarteilnehmer verkaufen wollen, brauchen Sie ebenfalls keinen eigenen Verlag.
Zudem gibt es eine wachsende Zahl von Dienstleistern, die Ihnen nicht nur den Druck Ihrer Bücher abnehmen, sondern mehr oder weniger auch die Funktion eines Verlags übernehmen. Sie unterscheiden sich allenfalls darin, welche Leistungen sie Ihnen – gegebenenfalls gegen Aufpreis – bieten. Manche beschränken sich zum Beispiel eher auf die Herstellung, andere beinhalten ein Komplettangebot bis zu diversen Verkaufs- und Marketingmöglichkeiten (Print-on-Demand-Anbieter, Selfpublishing-Anbieter, „Bezahl-Verlage“, „Zuschuss-Verlage“).
Auch ist Verlag nicht gleich Verlag. Hier soll es in erster Linie um den sogenannten Selbstverlag gehen. Das ist ein Verlag, mit dem Sie ausschließlich Ihre eigenen Bücher verlegen. Daraus kann dann allerdings schnell ein sogenannter Eigenverlag oder Kleinverlag werden, mit dem Sie auch die Bücher anderer Autoren verlegen können. Und irgendwann sind Sie vielleicht bei einem regelrechten (Mini-)Verlag, mit dem Sie Ihr tägliches Brot verdienen. Die Übergänge sind genauso fließend wie die Bezeichnungen.
Einen Selbstverlag brauchen Sie in erster Linie, wenn Sie
- keinen anderen Verlag für Ihre Bücher finden konnten,
- ggf. mit erfolgreich im Selbstverlag veröffentlichten Büchern bessere Karten auch für „richtige“ Verlage haben wollen,
- sich größere Gewinnchancen ausrechnen, als Ihnen das niedrige Autorenhonorar „richtiger“ Verlage bietet,
- Bücher verkaufen wollen, die vorher bei „richtigen“ Verlagen unter Vertrag waren, aber von diesen nicht mehr neu aufgelegt werden (Anmerkung: Dann müssen Sie sich die entsprechenden Rechte an Ihrem Buch zurückholen.),
- einen möglichst großen Einfluss auf Ihre Bücher haben und selbst entscheiden wollen, in welcher Form und wo/wie diese erscheinen sollen,
- die Rechte an Ihren Büchern nicht aus der Hand geben und wieder selbst entscheiden wollen, in welcher Form und wie Sie diese weiter verwerten wollen,
- mehr als wenige Bücher in Ihrem Leben veröffentlichen wollen (siehe oben: Sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Finanzamt.).
Im Unterschied zum „richtigen“, „klassischen“ Verlag müssen Sie allerdings sowohl beim Selbstverlag wie auch bei den erwähnten Buch- und Verlagsdienstleistern viele Aufgaben selbst übernehmen oder andere dafür bezahlen, dass sie das tun.
Das kostet Zeit. (Auch externe Auftragnehmer wollen „gesteuert“ werden.) Das geht ins Geld. Das erfordert Kenntnisse, die nicht jeder hat. Und es belastet Sie mit Aufgaben, die gerade für viele Autoren ein rotes Tuch sind :-) – von der Buchführung bis zum Verkauf.
Zudem gibt es für alle Selbstverleger ein klassisches Nadelöhr – den besagten Verkauf. Denn nur wenige verfügen über die Vertriebsstrukturen etablierter „richtiger“ Verlage.
Deshalb ist ein Selbstverlag am ehesten dann sinnvoll, wenn Sie Zugriff auf Ihre Zielgruppe haben oder bekommen können. Also auf die Leute, die Ihre Bücher lesen – und kaufen – sollen.
Das kann zum Beispiel der Fall sein bei
- regionalen Themen und einem regionalen Umfeld (ein überschaubarer Kreis),
- sehr speziellen, seltenen (oft Ratgeber-)Themen (gute Möglichkeiten, über eine Nische „einzigartig“ zu sein und schnell bekannt zu werden, sich einen Expertenstatus zu erarbeiten)
- oder Themen, deren Zielgruppe Sie gut erreichen, wie etwa Fantasy-/Science-Fiction-Fangemeinden.
Mit anderen Worten: Das „Projekt Selbstverlag“ kann
- sehr viel Arbeit machen,
- finanziell durchaus riskant sein,
- bietet sich längst nicht bei jedem Buchthema an
- und verlangt von Ihnen einiges an Unternehmerfähigkeiten.
2. Wie soll Ihr Verlag heißen?
Wie jede „Unternehmung“ braucht auch Ihr Verlag einen Namen.
Wenn es ein reiner Selbstverlag sein soll und Sie nur Ihre eigenen Bücher verlegen wollen, können Sie den Verlag nach sich selbst benennen.
Oder Sie suchen nach einem eigenständigen Namen. Ideal wäre, wenn dieser Name „griffig“ ist und etwas mit Ihrem Programm und Ihren Themen zu tun hat.
Achten Sie bei erfundenen Namen darauf, dass diese anderen, bestehenden Verlagsnamen nicht zu ähnlich sind. Das können Sie zum Beispiel im Adressbuch für den deutschsprachigen Buchhandel, im Verzeichnis lieferbarer Bücher oder beim Börsenverein des deutschen Buchhandels recherchieren. Oder Sie ziehen einen Anwalt hinzu.
3. Welche Rechtsform soll Ihr Verlag haben?
Wie schon erwähnt: Fragen Sie am besten bei Ihrem Finanzamt nach, wann Sie einen Verlag als Gewerbe brauchen und wann Sie noch als Freiberufler durchgehen. Außerdem brauchen Sie eine Anmeldung als Gewerbe, wenn Sie einen neutralen Firmennamen ohne eigenen Vor- und Zunamen haben möchten oder wenn Sie – als Klein- beziehungsweise Miniverlag – auch die Bücher anderer Autoren verlegen wollen.
In diesen Fällen müssen Sie Ihren Verlag beim Gewerbeamt (Ordnungsamt) anmelden und einen Gewerbeschein beantragen. Die Daten gehen unter anderem ans Finanzamt und an die örtliche Industrie- und Handelskammer (IHK), bei der Sie automatisch kostenpflichtig „Mitglied“ werden.
Wenn Sie im Hauptberuf einer anderen Tätigkeit nachgehen, müssen Sie die Verlagseinnahmen von den sonstigen Einnahmen trennen und darauf oberhalb eines bestimmten Freibetrags Gewerbesteuern zahlen.
Wenn Sie, wie wohl die meisten, als „Einzeltäter“ Ihren Selbstverlag betreiben, sind Sie eine Einzelunternehmung. Das wird für Ihre Zwecke meistens ausreichen. Nur wenn Sie auch die Bücher anderer Autoren aufnehmen wollen, kann eine GmbH sinnvoll sein. Wenn Sie mit anderen zusammen einen Verlag gründen, können Sie zwischen einer GmbH und einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) wählen. Unter Umständen ist auch ein Verein möglich.
Bei Einzelunternehmung und GbR haften Sie mit Ihrem Privatvermögen für Ihren Verlag. Bei der GmbH können Sie das ausschließen. Dafür sind hier die Auflagen höher (Kapitaleinlage, notarielle Beglaubigung, Zwang zur Bilanzierung).
Es hängt vom Einzelfall ab, ob Ihr Selbstverlag noch ins Handelsregister eingetragen werden muss oder nicht. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihre Steuerberater. Sie werden Ihnen auch sagen, ob Sie aufgrund Ihres jährlichen Umsatzes beziehungsweise Gewinns doch noch bilanzieren müssen.
4. Machen Sie sich über die für Sie geltenden Gesetze kundig
Da wir gerade bei rechtlichen Dingen sind: Informieren Sie sich auch über die für Sie geltenden Gesetze. Das können zum Beispiel sein:
- Das Gesetz über das Verlagsrecht (VerlG)
- Das Urheberrechtsgesetz (UrhG)
- Das Fernabsatz-/Widerrufsrecht
- Das Buchpreisbindungsgesetz (BuchPrG)
5. Schützen Sie die Titel Ihrer Bücher
Achten Sie genauso wie beim Namen Ihres Verlags auch beim Titel Ihrer Bücher darauf, dass diese nicht schon an andere Bücher vergeben sind. Und achten Sie darauf, dass Sie die Titel Ihrer Werke für sich selbst reservieren und schützen.
Recherchieren Sie dazu zum Beispiel im Verzeichnis lieferbarer Bücher oder bei der Deutschen Nationalbibliothek. Eine Titelschutzanzeige können Sie im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel oder im titelschutzanzeiger.de schalten. Sobald Buch und Buchtitel veröffentlicht sind, sind sie auch automatisch geschützt (sofern der Titel, wie gesagt, nicht schon vergeben ist).
6. Geben Sie Ihren Büchern eine ISBN
Nicht jedes Buch braucht eine ISNB, eine internationale Standardbuchnummer, die für jedes Buch nur einmal vergeben wird. Doch wenn Sie über die einschlägigen Verzeichnisse gefunden werden und über den Buchhandel verkaufen wollen, geht in der Regel kein Weg daran vorbei.
Sie können sie zum Beispiel bei der schon erwähnten Deutschen ISBN-Agentur, der „Agentur für Buchmarktstandards in der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH“, kurz german-isbn.org bestellen.
7. Lassen Sie Ihre Bücher im VLB eintragen
Wenn Sie Ihre ISBN-Nummer haben, können Sie Ihre Bücher im VLB, dem Verzeichnis lieferbarer Bücher, eintragen lassen. Viele Buchhandlungen arbeiten mit diesem Verzeichnis und recherchieren darüber Anfragen von Kunden.
8. Versuchen Sie, Ihre Bücher bei den Barsortimenten unterzubringen
Die zweite große und oft sogar häufiger genutzte (Recherche-)Quelle des Buchhandels sind die Barsortimente.
Die Barsortimente sind eine Art Zwischenstufe zwischen Verlag und Buchhandel. Sie verkaufen nicht, sie vertreiben. Es sind Großhändler, „Grossisten“, die mit ihrem flächendeckenden Distributionssystem viele Buchhandlungen erreichen.
Leider nehmen die Barsortimente nicht jeden Autor und jedes Buch auf. Selfpublisher haben es hier oft schwer. Je größer Ihr Eigenverlag ist, desto leichter wird es Ihnen oft fallen.
Wenn Sie von den Barsortimenten aufgenommen werden, müssen Sie ihnen etwa 15 % Rabatt von Ihrem Buchpreis einräumen. Dazu kommen dann noch einmal etwa 30 bis 35 %, die der Buchhandel von Ihren Büchern einbehält. [Anm. 2025: Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2012 und können sich in der Zwischenzeit geändert haben.]
Die Vorteile der Barsortimente sind: Viele stationäre Buchhandlungen bestellen ihre Bücher über sie. Auch Online-Shops beziehen ihre Bücher von dort. Einmal geordert, sind Ihre Bücher schnell in jeder Buchhandlung und bei jedem Shop. Zudem nehmen Ihnen diese Großhändler/Grossisten die Arbeit ab, Rechnungen und Mahnungen zu schreiben und sich um Reklamationen zu kümmern. Das kann anders aussehen, wenn Sie direkt mit den Buchhandlungen Geschäfte machen.
Die größten Barsortimente sind Libri, Umbreit und Zeitfracht. [Anm. 2025: KNV ist mittlerweile Teil der Zeitfracht Medien GmbH.]
9. Produzieren Sie Ihre Bücher
So, nach all diesen Formalitäten dürfen Sie zusehen, dass Sie auch etwas vorzuweisen haben, was man bestellen und lesen kann. :-) Mit anderen Worten: Produzieren Sie Ihre Bücher.
Wie eingangs schon erwähnt, werden Sie dabei sämtliche Funktionen eines Verlags entweder selbst übernehmen oder an Dienstleister übergeben müssen.
a) Sie müssen Ihr Buch natürlich schreiben. :-)
b) Danach sollten Sie ein Korrektorat und Lektorat sicherstellen. Entweder sind Sie sattelfest und machen das selbst. (Lassen Sie Ihre Bücher am besten etwas „abhängen“ und bauen Sie zeitlichen Abstand ein. Sonst sind Sie zu betriebsblind, um Ihre Fehler zu bemerken.) Oder Sie beauftragen Externe.
c) Ihr Buch muss nicht vor Abbildungen strotzen. Doch es darf gern ein gefälliges, gut lesbares Layout haben.
d) Sie dürfen gern einige Sorgfalt auch auf Umschlag und Cover verwenden.
e) Ihr Buch muss gesetzt und gedruckt werden. Hier können Sie wählen zwischen Print-on-Demand (auch Book-on-Demand) und Offset-Druck.
Bei den On-Demand-Angeboten müssen Sie nicht in Vorleistung gehen. Ein Exemplar Ihres Buches wird nur dann gedruckt, wenn eine Bestellung eingeht. Dafür kostet Sie dieser Service pro Exemplar etwas mehr beziehungsweise ist Ihr Autorenhonorar entsprechend niedriger.
Beim Offset-Druck lassen Sie gleich eine bestimmte Anzahl von Büchern („eine Auflage“) drucken. Der Einzelpreis pro Buchexemplar wird dadurch günstiger. Doch dafür müssen Sie der Druckerei die gesamte Auflage abnehmen, ob Sie sie nun verkauft bekommen oder nicht.
Tipp: Recherchieren Sie ein bisschen. Es gibt mittlerweile viele Print-on-Demand-Anbieter und etliche Druckereien, die beides anbieten beziehungsweise günstig auch sehr kleine Auflagen drucken.
f) Jetzt muss Ihr Buch an die Leser. Entweder schicken Sie Ihre Bücher an Zwischenhändler wie die Barsortimente, Buchhandlungen und Online-Shops. Oder Sie vertreiben sie direkt an den einzelnen Leser.
Nicht zu vergessen: Jemand muss Ihre Bücher auch versenden. Wenn Sie sich nicht die Fleißarbeit machen und Ihre Bücher selbst zur Post bringen wollen, gibt es dafür diverse Verlagsauslieferungen. Oder fragen Sie Ihre Druckerei. Manchmal haben Sie Glück und sie übernimmt den Versand gleich mit.
Achtung: Planen Sie Ihre Auflagen besser nicht zu hoch ein, nur um einen möglichst guten Preis dafür zu bekommen. Wenn Sie Pech haben, können Sie sonst auf Büchern und Kosten sitzen bleiben.
g) Sie wollen sicher auch Geld für Ihr Buch sehen. Das heißt, Sie müssen sich Gedanken über die Rechnungsstellung, die Zahlungsabwicklung und gegebenenfalls das Mahnwesen machen. Das können Sie entweder selbst tun, Mitarbeiter/Dienstleister dafür einsetzen, einen Online-Shop programmieren lassen oder Zahlungsanbieter beauftragen.
h) Machen Sie sich überdies Gedanken über mögliche Reklamationen. Nicht jeder Käufer wird Ihr Buch behalten wollen.
10. Verkaufen Sie Ihre Bücher
Damit schließt sich der Kreis: Arbeiten Sie am oben erwähnten Nadelöhr – Marketing und Verkauf. Denn nur, wenn Sie Ihre Bücher unter das Volk bringen, werden Sie auch Leser*innen dafür finden. :-)
Ach ja, eine feine, kleine Nebeneinnahme bekommen Sie, wenn Sie Ihre Bücher bei Verwertungsgesellschaften wie der VG Wort melden und an deren Ausschüttungen teilnehmen. Mehr dazu lesen Sie hier: Verwertungsgesellschaft Wort.
Literaturtipps: Ähnlich, nur etwas „größer“ ausgerichtet: Beide Bücher bieten viel praktisches Knowhow, Zahlenmaterial und Kalkulationsbeispiele, Adressen und Checklisten.
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Copyright Heike Thormann
Auf dieser Webseite veröffentlicht am 7.1.2026
Erstveröffentlichung 2012, letzte Überarbeitung 2026
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